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4. Diagnose und Praxisprobleme:, z.B. R230 SL55AMG 230.474 und W463230, z.B. G55AMG:
diagnose/sl55amg-diag3.htm Letzte Änderung am 06.05.2023/20.12.15/30.12.14/01.03.14/Beginn 30.12.2013 (C) Dr. Juliane Hehl (Bilder soweit nicht extra gekennzeichnet in Eigenanfertigung) Impressum gem. DSGVO zur Startseite - zur Gesamt-Übersicht Alle Arbeiten erfordern fachliche Kompetenz, entsprechendes Werkzeug und die Ehrlichkeit, die eigenen Fähigkeiten richtig einzuschätzen oder vielleicht besser in die Werkstatt zu gehen. Alle Angaben nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr! Etliche Arbeitsanweisungen können unter Umständen bei fehlerhafter Ausführung zu erheblichen Folgeschäden führen. Es wird daher ausdrücklich jede Haftung für die Arbeitsanweisungen auf der Webseite abgelehnt. Der Ausführende trägt das alleinige und uneingeschränkte Risiko. Dies ist keine Arbeitsanleitung für den Laien, nur eine Literatursammlung! Man sollte vorher den Bericht über die Diagnosevernetzung im R230 lesen! Siehe auch den Bericht Scangauge. |
Übersicht: 4. Diagnose und Praxisprobleme:
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1. Grundlagen Stromversorgung Diagnosegerät bei R230 und W463:
Der SDconnect-Multiplexer ist ein sehr komplexes Gerät und reagiert mit unerklärlichen Störungen und Fehlermeldungen bei Spannungseinbrüchen der Stromversorgung aus der OBD2-Steckdose. Der Multiplexer enthält 6 Akkus, die formiert sein müssen, sonst ist laut SDconnect-Handbuch ein störungsfreier Betrieb nicht möglich, siehe den Abschnitt "Formierung". Dies gilt besonders für einen Firmware-Update des Multiplexers. |
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Die Fehlermeldung "Initialisierung des Diagnose-Multiplexers fehlgeschlagen" kommt beim Kurztest reproduzierbar, wenn der Stecker des OBD2-Kabels bei den verschiedenen Bauarten der OBD2-Steckdosen bei den verschiedenen Auto-Modellen, auch Mercedes, Kontaktprobleme hat. Diese kann man durch nicht vollständiges Einstecken simulieren. Auch auf den festene Sitz des LAN-Steckers am MUX achten. |
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Anscheinend sind die OBD2-Steckdosen je nach Hersteller unterschiedlich gebaut, sodass der OBD2-Stecker nicht weit genug in den Steckeinsatz hineingreift.
Verkannte ich z.B. beim G55AMG den eingesteckten OBD2-Stecker ganz wenig an der Längsseite, so kommt dieser Fehler, beim SL55AMG aber nicht. Leider sind die besseren Stecker aus dem Lkw-Bereich (etwas längere Kontakte) viel länger und kollidieren mit der Bodenmatte, deshalb versetze ich mein OBD2-Dose im G55AMG demnächst an einen besseren Platz. Mit der Breakout-Box kann man dann direkt messen, ob die Kontaktierung i.o. ist. Dazu gibt es ja auch Testroutinen in der Diagnose. |
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Man kann nun die Breakout-Box oder den Kabelbuchsenkasten von Mercedes verwenden, um mit dem Vielfachmessgerät die Spannungen zu messen. |
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Bei meinem G55AMG 2/2006 wird z.B. bei der Diagnose des Motorsteuergerätes trotz Motorstillstand der 850 Watt Kühlerelektrolüfter eingeschaltet. Dieser zieht über 70A aus der Batterie (Leitungen 12 mm2, Sicherung 125A in der Vorsicherungsdose). Wer es nicht glaubt, kann ja mal mit einem Zangenamperemeter am Pluspol der Batterie messen. Die Spannung sinkt #schnell unter 11 V und die Diagnose bricht mit einem Fehler ab. Der Spannungswert der K-Leitung liegt dann etwa bei 10 V oder darunter, der Sollwert beträgt min. 10V. Eine normale Diagnose-Funktion ist nicht mehr gewährleistet. Fazit: Am besten Motor laufen lassen. Ein kleines Ladegerät nützt nichts, wenn die Batterie nicht vollgeladen ist und auch noch eine verringerte Kapazität besitzt. Nur mein großes Ladegerät, das CTEK 25000 mit bis zu 25A Ladestrom schafft es, dass einige Zeit die Batteriespannung ausreicht. Bei fast neuen Fahrzeugen, z.B. ein SLK, wurde beim Test mit der Diagnose ein Spannungswert von 10,7 Volt angezeigt, da funktionierte trotz roter Warnmeldung (Diagnose 9/2013) noch der Kurztest. |
3.1 MUX: Batterie-Ladefehler und Diagnose:
Ein längere Zeit nicht benutzter Multiplexer zeigte am 12V-Labornetzteil keine Ladeimpulse, obwohl vier Balken und eine durchgehende Umrandung sichtbar waren. Nach einem Kurztest am Fahrzeug erschien die Diagnose-Meldung "Zu niedrige Spannung", obwohl die Messung der Autobatterie 12,6 V ergab.Eine weitere Diagnose war nicht möglich. Es gibt auch die MUX-Anzeige "Batterien können nicht geladen werden", siehe weitere Multiplexer-Anzeigen. Wenn mit externer Stromversorgung des Multiplexers (etwa 13,9 V) keine Ladung erfolgt, müssen die 6 Batterien extern in einem Ladegerät aufgeladen werden. |
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Die 6 Akkus wurden nun mit einem kleinen Ladegerät vollgeladen. Nach dem Einbau in den Mux sind nun bei 13,8 V die kurzen Ladeimpulse von etwa 1,4 A alle 5 Sec. vorhanden. Die Umrandung der blinkenden Ladebalken ist nun wieder gestrichelt und es müssen die Akkus formiert werden, siehe Formierung. Nach fast 13 - 16 Stunden Ladezeit ist die Umrandung der Ladebalken durchgehend, Ladeimpulse sind nicht mehr vorhanden. |
3.2 neue Diagnose-Praxis ab Mai 2023:
Verwendet man die SD-Connect-Diagnose selten, sollte man die Batterien und die WLAN-Karte entfernen. Ich verwende 2023 nur noch das LAN-Kabel und nicht das unsichere WLAN. Da hatte ich ständig Verbindungsprobleme. So stellt der MUX gleich auf LAN-Kabel um. Sonst muss man dauernd die Batterien nachladen. WIS geht, aber EPC-Net nicht, da wird das WLAN mit der MAC-Adresse für die korrekten Zugangsddaten benötigt. 2023 ist das EPC-Net von 2012 veraltet. Dazu gibt es einen eigenen Bericht (sl55amg-diag2-1.htm#b3). |
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Letztlich ist es egal, welche Reihenfolge man einhält, wenn das WLAN-Netz nicht gestört ist, siehe Start WLAN-Diagnose und man wartet, bis die Programme fertig gestartet sind. Ist der MUX nicht erreichbar (rotes Kreuz im gelben Schlosssysmbol), muss man den MUX an der OBD2-Steckdose ab- und wieder anstecken (Zündung aus!). |
4.1 LAN-Kabel und SDConnect:
Das Problem der Startreihenfolge ist nicht vorhanden, wenn man ein LAN-Kabel zwischen SDConnect und Notebook verwendet. Die Verbindung ist immer sofort vorhanden. Dann müssen auch die Akkus im Multiplexer nicht vollgeladen sein. Man kann sie auch entfernen. Im Icon unten rechts in der Symbolleiste ist dann das Kabelverbindungssymbol zu sehen. Letztlich ist das Zurückspeichern von Daten ins Steuergerät mit LAN-Kabelverbindung sicherer. Startet man nun die Diagnose ohne LAN-Kabel und mit ausgeschaltetem WLAN, dann ist im EWA-Net das EPC nicht mehr zugänglich. Die erste MAC-Adresse hat sich geändert (WIN-XP-Problem) und damit ist der eingegebene Startkey falsch. Schaltet man das WLAN zu, stimmt auch der Startkey und das EPC wird angezeigt. |
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5. Netzwerk und Multiplexer testen:
Zum Testen des Netzwerkes gibt es die alten DOS-Befehle bei WIN-XP oder das Testprogramm SDnetControl (Toolkit) der Diagnose, dazu die SDconnect-Leiste anklicken und den Reiter "Netzwerktools" wählen. Bei dem Beispiel waren zwei Multiplexer installiert. |
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5.1 DOS-Befehl Ping: Netzwerk und Multiplexer testen:
Ist das gelbe Schlosssymbol mit einem roten Kreuzchen überlagert, ist die WLAN-Verbindung zum Multiplexer unterbrochen. Dies kann man mit dem alten DOS-Netzwerkbefehl PING, (siehe Wikipedia) testen, der unter "Start" und Ausführen" eingegeben werden kann: Unter "Start" und "Ausführen" gibt man "CMD" ein und schaltet auf das schwarze DOS-Fenster um. Der Befehl "Color F0" ergibt einen weißen Bildschirm. Der Befehl "CLS" löscht den Bildschirm. Verfügbar sind weitere DOS-Befehle. |
5.2 Netzwerke - Multiplexer testen: DOS-Befehle:
Es gibt viele weitere DOS-Befehle zur Analyse eines WLAN-Netzwerkes, so z.B. netstat, ipconfig, tracert usw., wie einige Bildschirmbilder zeigen. Der Befehl Netstat zeigt auch, dass dieser Multiplexer von 2012 das neuere UPD-Protokoll, (siehe Wikipedia) kennt. |
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6. Diagnose - Foren im Internet:
Neben einigen Filmen auf Youtube über die Diagnose und über den Multiplexer (Star C3 und SDconnect4) gibt es ein nur englisch-sprachiges Diagnose-Forum mmhauto.com, wo man als registriertes Mitglied Zugang zu vielen Infos und Tools (z.B. Key-Gen) für die Diagnose hat. Für die Diagnose ist auch das Unterforum "MHH AUTO / MHH AUTO FORUMS. / General Automotive Help & Discussions" interessant, dort z.B. Activation-Key-Codes-Requests oder auch die Rubrik mhhauto.com/Forum-Installation-Guides-Procedures-Tutorials. |
| Mercedes stellte die Anleitungen dazu öffentlich ins Internet, siehe Bilder. | ![]() |
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Jedes Addon enthält eine Readme-Datei mit den Infos, wofür der Update gilt. Die Werkstätten müssen diese immer in die Diagnose einspielen.
Im Oktober 2014 waren Updates für die DVDs 05/2014, 07/2014, 09/2014 zum Downloaden online. Die Updates für DVD05/2014 sind ausgedruckt 15 Seiten lang, die abgespeicherten 95 ZIP-Dateien sind imsgesamt 930 MByte groß. Man müsste alle Readme-Dateien lesen. |
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7.1 Addons updaten:
Eine Pdf-Anleitung von einem ehemaligen Anbieter zum Update der Addons ist hier abgelegt. |
7.2 installierte Addons anzeigen:
Mit Star-Utils kann man sich die für die jeweilige Version der Diagnose zusätzlich installierten Addons für SDConnect, DAS und Xentry anzeigen/ausdrucken lassen. Neuere Diagnoseversionen enthalten dann sowieso diese alten Addons. |
8. WIS/ASRA:
Eine Kurzinformation über die Module WIS (Werkstattinformationssystem), ASRA (Arbeitswerte-/Richtzeitenkatalog), SSl (Schadensschlüssel) und MSS Maintenance-Service- System gibt es auf der Diagnose-Festplatte oder hier (siehe auch Übersicht Anleitungen). |